GLOSSAR

 
Ausschuss
die Zusammenstellung von Einzelseiten eines Werkes zu einer Druckform; durch das Ausschiessen erhält der gefalzte Bogen die richtige Seitenfolge unter Berücksichtigung der vorgesehenen Falz-, Heft- oder Bindeart. Für das Ausschiessen müssen folgende wichtige Punkte berücksichtigt werden: 1. Hoch- oder Querformat der gefalzten Drucksache; 2. Endfertigungsart Kreuz- oder Parallelfalz. Heftung im Falz, mit Bogen zum Einstecken. Querheftung, Klebebindung oder Fadenheftung, mit Bogen zum Zusammentragen; 3. Umfang der einzelnen Bogen, bestimmt durch: Auflage, Format, Papierdicke, ev. Kombination von verschiedenen Druckverfahren, verschiedenen Papieren oder ein- und mehrfarbigen Seiten.Bei einem Kreuzbruch ergibt sich durch das Falzen folgende Seitenzahl: 1-Bruch/Falz Bogen 4 Seiten 2-Bruch/Falz Bogen 8 Seiten 3-Bruch/Falz Bogen 16 Seiten 4-Bruch/Falz Bogen 32 Seiten 4. Druckart: a) zum Umschlagen, d.h. Wenden des Bogens um die Querachse nach dem Schöndruck auf Widerdruck mit gleicher Form, aber mit Wechsel der Seitenanlage; b) zum Umstülpen, d.h. Wenden des Bogens um die Längsachse mit gleichbleibender Seitenanlage und Wechsel der hinteren Bogenkante zur Vorderanlage (genauer Schnitt des Papiers auf gleichgross und Winkel erforderlich); c) in Schön- und Widerdruckformen, wobei äussere Form und innere Form eines Bogens in getrennten Formen gedruckt werden; d) in mehreren Drucknutzen, bei kleinem Seitenumfang und grosser Auflage. 5. Übereinstimmung der Bogenanlage an der Druckmaschine mit derjenigen der Falzmaschine. Werden die Bogen nach dem Druck auseinandergeschnitten, so gilt die Schnittlinie als neue Bogenanlage für beide Bogenteile. Das Know-how über die Ausschiess-Kriterien und der nachfolgenden Endfertigungsvariante ist vor allem dann wichtig, wenn bei der Produktion eines umfangreicheren Druckwerkes die Seitenfilme in Teillieferungen an die Druckerei gehen. Dabei empfiehlt sich die Anlieferung in kompletten Bogen, die von der Druckerei bereits gedruckt werden können, während die restlichen Filme angeliefert werden.

Antiqua
Schriften mit Serifen, den kurzen Stamm- und Haarstrichen an den Buchstaben wie z.B. bei der Times oder der Baskerville.

Anti-Aliasing
Erzeugt in der elektronischen Bildbearbeitung einen weichen Übergang an Umrisslinien. Damit wird dem Alias-Effekt entgegengewirkt, der sich am deutlichsten im sogenannten Treppeneffekt zeigt, bei dem die einzelnen Pixel an den Rändern eine Treppe bilden.

Affichenpapier
"Plakatpapier"; Definition nach DIN 6730: weißes Druckpapier, holzfrei, nassfest, vollgeleimt, auch einseitig glatt; muss bedruckt und gefaltet im Wasser begrenzte Zeit lagerbar sein, bevor es angeklebt wird.

Additive Farbmischung
Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet die Grundfarben Rot, Grün und Blau, mit denen in der Theorie alle sichtbaren Farben gebildet werden können. Alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projiziert (also addiert) ergeben Weiß. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK.

Blindprägung
Dabei wird in das Papier mittels eines Druckstocks ein Wappen, ein grafisches Element oder eine andere Form von hinten nach vorne, oder umgekehrt von vorne nach hinten, gedrückt. Im Endeffekt ist dieses Element dann z.B. erhaben, man kann es sehen, aber auch fühlen. Natürlich können Veredelungsverfahren auch miteinander kombiniert werden (z.B. Heissfolienprägung und Blindprägung).

Beschnitt
Zum Erreichen gleichmässiger und rechtwinkeliger Papierkanten an gefalzten, broschierten und gebundenen Druckerzeugnissen werden diese auf das gewünschte Mass beschnitten. Die wegfallenden Partien betragen, je nach der Ausführung, drei oder mehr Millimeter und werden als Beschnitt bezeichnet. Abfallende Bilder und Flächen müssen drei bis fünf Millimeter über das Endformat hinausreichen, damit bei Schnittdifferenzen keine weißen Papierstreifen sichtbar werden und das Schneidemesser noch fest ansetzen kann. Das muss bereits bei der Layouterstellung berücksichtigt werden und bei der Seitengestaltung im Desktop Publishing ein Überfüller zugegeben werden.

Computer to Press
auch Direct Imaging; bezeichnet eine neue Technologie, bei der aufgrund von Post-script-Daten aus der Druckvorstufe alle Druckformen einer Druck-maschine gleichzeitig und registergenau bebildert werden. Dazu steuern die von einem RIP gelieferten Rasterdaten 64 Infrarot-Laserdioden an, die auf einer speziellen Druckfolie mit farbabweisender Oberfläche kleine Vertiefungen erzeugen und damit eine farbführende Schicht freilegen. Die Trennung zwischen farbführenden und farbfreien Stellen wird durch das wasserlose Offsetprinzip gewährleistet. Vetreter des Direct Imaging Verfahrens: Heidelberg Quickmaster DI, Karat von KBA/Scitex sowie Adast.

Computer to Plate
Die digitalen Daten werden direkt von einer Workstation, wo die Einzelseiten elektronisch ausschuss- und standrichtig montiert werden, auf die Druckplatte belichtet, die dann im konventionellen Entwicklungsprozess druckfertig gemacht wird.

Computer to Film
Die digitalen Daten der einzelnen Seiten eines Druckbogens werden ausschussrichtig mittels eines RIP's auf einen Flm entsprechend des Formates der Druck-maschine belichtet. Der Film, auf dem die einzelnen Seiten nun ausschuss-und standrichtig belichtet sind, wird im konventionellen nass-chemischen Verfahren entwickelt und anschlies-send auf konventionellem Wege auf die Druckplatte kopiert. Vorteile sind Zeit- und Materialersparnis sowie eine Verminderung von Fehlerquoten, da die Einzelseiten nicht ausbelichtet und nicht händisch mittels Standbogen zu einer Druckform montiert werden müssen.

Duplex
Zweifarbige Abbildung, bei der Schwarz für die Zeichnung sorgt und die Farbe für die Flächendeckung. Im Photoshop mittles Duplex-Funktion herzustellen, muß das Bild, da die Zusatzfarbe auf einer Schmuckfarbenskala beruht, vor der Filmbelichtung auf den CMYK-Farbraum umgerechnet werden.

Drucklackierung
Unter Drucklackierung versteht man das vollflächige oder partielle Auftragen einer Klarlack- oder Duftlackschicht während des Druckvorganges. Dieses Verfahren wird eingesetzt, um das Druckwerk oder einzelne Sujets davon zum Glänzen zu bringen oder aber auch, um dunkle Flächen vor fettigen Fingertappern zu schützen. Wird die Lackschicht aus Effektgründen nur teilweise aufgetragen, spricht man von einer Teillackierung. UV-Lackierung ähnlich der Drucklackierung, nur dass dieses Verfahren den Druck vor dem Einwirken der Sonnenstrahlen (Vergilben und Verblassen der Farben) weitgehend schützt (z.B. für Plakate im Außenbereich).

dpi
"dots per inch"; Anzahl der darstellbaren Punkte pro Zoll (1 Zoll = 2,54 cm); Masseinheit für die Auflösung von Ein- und Ausgabegeräten; Bildschirme lösen im allgemeinen mit 72 dpi auf, Laserdrucker zwischen 300 und 1.800 dpi, Belichter zwischen 600 und 1.2000 dpi, Scanner bis hin zu 11.000 dpi; hohe Auflösung bedeutet hohes Datenvolumen.

DIN Formate

Papierformate nach DIN haben ein festgelegtes Teilungsverhältnis, wobei A0 ein Rechteck mit 1 qum Flächeninhalt darstellt. Mit dem Verhältnis der beiden Seiten von 5:7 bleibt die Länge zur Breite beim Halbieren, Vierteln u.s.w. erhalten. Din DIN A-Reihe ist die Grundreihe und bezeichnet die fertig geschnittenen Bogen, die B-Reihe die unbeschnittenen Formate, während die C-Reihe die gebräuchlichsten Formate für Umschläge, Hüllen oder Mappen bezeichnet. Papierformate bzw. Normalformate sind genormt nach DIN 476. Das Verhältnis der beiden Seiten ist 1:2 oder 1:1,414. Bei einem solchen Format bleibt das Verhältnis der Länge zur Breite immer gleich, wenn das Blatt halbiert, geviertelt, geachtelt wird. Für das Urformat (A0) bestehen die beiden Gleichungen: x : y = 1:2 und x : y = 1 m (genau 999.949 mm). Die DIN-A-Reihe ist die Grundreihe der Normalformate, die DIN-B-Reihe (unbeschnittene Formate), entsteht durch Berechnung des geometrischen Mittels der DIN-A-Reihe; die DIN-C-Reihe (Kuverts, Umschläge, Taschen) entsteht durch Berechnung des geometrischen Mittels zwischen DIN-A- und DIN-B-Reihe. 

Format in mm enthalten in A0 Größe in qm in qm bei Teilung von 1
A0 841 x 1189 1 x 0,999949 1
A1 594 x 841 2 x 0,499554 0,5
A2 420 x 594 4 x 0,249480 0,25
A3 297 x 420 8 x 0,124740 0,125
A4 210 x 297 16 x 0,062370 0,0625
A5 148 x 210 32 x 0,031080 0,03125
A6 105 x 148 64 x 0,015540 0,015625
A7 74 x 105 128 x 0,007770 0,0078125
A8 52 x 74 256 x 0,003848 0,00390625
A9 37 x 52 512 x 0,001924 0,001953125
A10 26 x 37 1024 x 0,000962 0,0009765625


Digitaldruck
bezeichnet jene Druckverfahren, bei denen die Informationen direkt vom Computer auf den Bedruckstoff gebracht werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Digitaldruck erlaubt auch spezielle Applikationen wie personalisiertes Drucken oder Printing-on-Demand. Es wird zwischen zwei Verfahren unterschieden: dem elektrofotografischen Verfahren mit Trockentonertechnologie wie bei Xeikon (DCP 32 und DCP 52), Xerox (DocuColor 70 und DocuColor 100), Agfa (Chromapress) oder IBM (InfoColor 70 und InfoColor 100) und dem elektrofotografischen Verfahren mit Flüssigtonertechnologie wie bei Indigo (E-Print 1000).

Endlosdruck
Bezeichnung für den Vordruck von Formularen, vorwiegend für Datenverarbeitungsanlagen. Die Auslage erfolgt vorwiegend im Zick-Zack-Falz. Formularsätze bestehen meist aus mehreren Bahnen mit eingezogenem Einmalkohlepapier. Die Längsseiten werden mit Führungslochrändern versehen. Querperforationen erlauben das Zickzackfalzen und das spätere leichte Trennen der einzelnen Formulare von den Endlosbändern. Der Druck in speziellen Endlosdruckmaschinen im variablen Format erfolgt im Buchdruck, im Flexodruck, im Letterset oder Offset, weniger im Tiefdruck.

Elektrofotografie
Bei der Elektrofotografie wird ein sogenannter Fotohalbleiterverwendet, der die Eigenschaft hat, im Dunkeln nichtleitend und bei Lichteinfluss stromleitend zu sein. Zunächst wird der Fotohalbleiter mit einer Corona aufgeladen und behält die Ladung im Dunkeln. Unter Lichteinfluss fliesst die Ladung ab, so dass bei Belichtung nur dort Ladung zurückbleibt, wo die Vorlage geschwärzt ist. Das Ladungsbild wird mit Toner eingefäbt und entweder auf dem Halbleiter fixiert (direktes Ver-fahren) oder auf einen unbeschichte-ten Bedruckstoff (sogen. "Normalpapier") übertragen und dort fixiert (indirektes Verfahren). Die Elektrofotografie ist Grundlage für digitale Drucktechnologien im Trockentoner-sowie im Flüssigtonerverfahren.

Einfärbig
Bedeutet, daß der Druck nur mit einer Farbe erfolgen soll. In der Regel wird das schwarz sein.

EBV
Elektronische Bildverarbeitung; Technologie, bei der die Reprokamera durch Scanner und Computer abgelöst und alle Tonwertkorrekturen, Retuschen und Bildkompositionen.

Flexodruck
ein Hochdruckverfahren, das fotopolymere Auswasch-oder Gummidruckplatten als Druck-formen verwendet. Dabei werden mit dünnflüssiger Druckfarbe unterschiedlichste Ma-terialien bis zur Rasterweite von 54 Linien/cm bedruckt. Der Flexodruck gilt als sehr schnelles, unkompliziertes Druckverfahren, das sich für folgende Anwendungen eignet: Verpackungsdruck, mehrfarbiger Zeitungsdruck, Tragtaschen und Papiersäcken, Beuteln und Tüten, Wickelpapieren, Etiketten, Pergamin- und Zellulosepapieren, Metallfolien, Kunststoffe wie PVC, Polyäthylen odser Cellofan.

Flachdruck
Druckverfahren, bei dem die druckenden und die nichtdruckenden Stellen der Druckform praktisch in einer Ebene liegen. Das Verfahren beruht auf dem gegensätzlichen physikalischen Verhalten bestimmter Substanzen (farbannehmend/farbabstossend). Die druckenden Stellen sind so präpariert, dass sie Wasser abstossen und dadurch die fettige Druckfarbe annehmen, während die nicht-druckenden Stellen wasserfreudig sind und Farbe abstossen. Zu den Flachdruckverfahren gehören nach DIN 16529 Steindruck, Offsetdruck und Lichtdruck.

Farbmanagement
Bezeichnet die Steuerung der Farbwiedergabe in einem digitalen grafischen Produktionsprozess. Die verschiedenen Ein-und Ausgabegeräte vom Scanner, Bildschirme bis zur Druckmaschine arbeiten gerätebedingt mit unterschiedlichen Farbräumen. Um die Farbdarstellung über den Produktionsprozess hinweg zu verein-heitlichen, werden Farbprofile für die beteiligten Geräte und Verfahren gebildet. Aus ihrer Verbindung ergeben sich die zur Umrechnung notwendigen Koeffizienten. Farben aus einem Farbraum, die in einem anderen nicht darstellbar sind, werden weitestmöglich angenähert.

Falzen
Wird ein Planbogen zu einem zusammenhängenden mehrseitigen Produkt weiterverarbeitet, so muss der Bogen gefalzt werden. Von kunstgewerblichen Formen abgesehen, wird zwischen dem Parallel- und dem Kreuzbruch unterschieden, die beliebig kombiniert werden können. Beim Kreuzfalz liegt der jeweils folgende Falzbruch zum voran-gegangenen Bruch im rechten Winkel. Parallelfalz bedeutet, dass der Bogen zweimal oder öfter gefalzt wird, wobei die Falzbrüche parallel liegen und sich die Seitenzahl bei jeder Falzung verdoppelt (z.B. 2 Falzbrüche = 8 Seiten). Die älteste Parallelfalzung ist der Zickzack- oder Ziehharmonika-Falz, auch Leporellofalz genannt. Beim Leporellofalz entstehen durch jeden Bruch je zwei Seiten. Dabei wird der Bogen abwechselnd nach vorn und hinten gefalzt, die seitlich zusammenhängende Bilderreihe lässt sich als Streifen auseinanderfalten. Die Wickelfalzung entsteht, wenn ein Bogen mehrmals in gleicher Richtung parallel gefalzt, also sozusagen in sich selbst hineingewickelt wird. Für dieselbe Seitenanzahl braucht man beim Wickelfalz aber mehr Brüche als beim Parallelfalz (3 Falzbrüche = 8 Seiten).

Grotesk
Bezeichnung für den Schriftcharakter der Blockschrift, Steinschrift oder Lapidar, der Schrift ohne Schraffen und ohne Serifen, wie z.B.: Arial, Helvetica.

Goldener Schnitt
Der Goldene Schnitt ist ein ideales Schönheitsverhältnis, das auf der Teilung der Linie beruht, wonach sich der kleinere Teil zum Grösseren verhält wie der Grössere zum Ganzen; kann als Massgesetz für die proportionelle Aufteilung einer Seite sowie die Berechnung des Satzspiegels und der Satzspiegelränder angewendet werden. Die schmälere Seite wird dabei in 24 Teile geteilt und folgendermassen eingeteilt: Bund: zwei Teile, oben: drei Teile, aussen: vier Teile, unten: fünf Teile. Dies ergibt ein Längenverhältnis von 1:0,618..., angenähert 5:8 oder 13:21. Der Goldene Schnitt wird neben der Berechnung des Satzspiegels auch zur Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst und der Typografie verwendet.

ISBN
(= International Standard Book Number) zehnstellige Standardnummerierung für Bücher mit Angabe der Sprachgruppe, des Verlags, der verlagsinternen Titelnummer und einer Prüfziffer; das System der ISBN nahm Mitte der 60er Jahre von England aus seinen Anfang.

Imprimatur
lat. es werde gedruckt; ist die Freigabe einer Vorlage, eines Andruckes oder eines Proofs zum im Digitaldruck durch den Auftraggeber.

ICC
International Color Consortium; 1993 von der Forschungsorganisation Fogra initiierte internationale Interessensgemeinschaft von Firmen und Institutionen der grafischen Zuliefer- und Produktionsunternehmen sowie der Computerindustrie; ständig weiterentwickeltes Resultat ist ein plattformübergreifender Standard für die medien- und geräteunabhängige Farbdatenverarbeitung in Form eines einheitlichen Geräteprofilformats (ICC Profile Format Specification), das auf der Computer-Betriebssystemebene in Color-Management-Systemen genutzt wird.

Kuverts
Für alle von DIN Formaten abgeleiteten Größen von Drucksorten stehen entsprechende Kuvertformate zur Verfügung. Kuverts werden in der Regel in DIN C-Formaten beschrieben. Kuvert C6 = 114 x 162 mm Kuvert C 5/6 = 10 x 230 mm Tasche C4 = 229 x 324 mm

Klebebindung
Die zusammengetragenen Bogen werden am Rücken aufgeschnitten bzw. aufgefräst und durch Klebestoff zu einem Block verbunden. Durch die Fräsung oder eine ähnliche nach aussen herausstanden. Durch Verleimen nach dem Zusammentragen sollte ein fester Zusammenhalt der Bogen nicht nur untereinander, sondern auch in sich erreicht werden.

Kaschieren
das Aufkleben der Druckerzeugnisse auf verschiedene Papiere oder Folien, wie Papier und Alumini-umfolien, Kunststoff-Folien oder Kar-ton; meist zur Veredelung des Träger-materials. Das Kaschieren erfolgt in speziellen Kaschiermaschinen. Man unterscheidet das Kaschieren mit glattgeschnittenen Kanten und das Kaschieren mit umgeschlagenen Kanten. Bei beiden Varianten muss zum Spannungsausgleich zwischen Papier und Pappe die Rückseite eben-falls hinterklebt werden. Bei Verwendung thermoplastischer Kunststoffe kann auch mit dem Heißsiegelverfah-ren bei Temperaturen von ca. 120° C kaschiert werden. Bei Verwendung von glasklaren Heißsiegelfolien ent-steht ein Hochglanz, wie er mit einer Lackierung nicht erreicht werden kann.

Kapitälchen
Grossbuchstaben bzw. Versalien, die in der Grösse von Kleinbuchstaben gesetzt werden; z.B. KAPITÄLCHEN.

Kalibrierung
Der Abgleich von Geräten auf korrekte Funktion in der Farbwiedergabe; in der Druckvorstufe dient die Kalibrierung von Ein- und Ausgabegeräten (Monitore, Scanner, Belichter) der Prüfung und fallweisen Korrektur der Farbdarstellung. Als Referenz werden dabei entweder softwareseitige Testkeile oder der CMYK-Ausdruck eingesetzt. Die Kalibrierung ist notwendig, um die unterschiedlichen Farbeinstellungen des RGB Farbraumes (Bildschirme, Scanner) mit jenen des CMYK-Farbraumes (Belichter, Digitaldruckmaschine, Druckmaschine) abzugleichen.

Lumbecken-Verfahren
spezielle Klebebindung, entwickelt durch Emil Lumbeck; bei diesem Bindeverfahren wird der beschnittene Buchrücken während des Anstreichens mit Plastik-leim seitwärts ausgefächert, so dass der Kleber ca. ein Millimeter in den Buchdruck eindringt und damit bessere Haftung bewirkt. Durch den Fräsevorgang ist es notwendig auch Bund (dem Aufschlag) Beschnitt zuzugeben.

Layout
englische Bezeichnung für Drucksachenentwurf; eine Anordnungsskizze für Bild und Text, massgebend für Reproduktion und Druck. Je nach Verbindlichkeit spricht man von einem Scribble (Skizze), einem Rough (roher Entwurf) oder dem Reinlayout. Wurde früher händisch angefertigt, wird heute am Computer erstellt. Das Layout beinhaltet den genauen Stand der Texte und Bilder, Formatangaben, Angabe der Schriften und Schriftauszeichnungen, die Farbangaben für alle druckenden Elemente sowie Farbmuster für allfällige Schmuckfarben.

Laufrichtung
auch Faserlaufrichtung oder Faseroreintierung; Bezeichnung für die Richtung, in der die Fasern im Papier zur Hauptsache liegen; die Lage der Fasern, also die Laufrichtung des Papiers, ergibt sich durch die Bewegung des Papierbreis in der Papiermaschine. Die Laufrichtung ist für die Herstellung der Druckerzeugnisse von entscheidender Bedeutung. Von ihrer richtigen Wahl hängt die einwandfreie Druckabwicklung und auch die buchbinderische Weiter-verarbeitung ab. In Büchern muss sie parallel zum Bund, bei Farbendrucken möglichst parallel zur Zylinderachse verlaufen. Bei Buchungsmaschinenpapier und Kartothekkarton, die stehend aufbewahrt werden, muss sie senkrecht verlaufen. Für das Falzen ist es vorteilhaft, wenn die Laufrichtung parallel zum Falzbruch geht. Für Umschläge von Zeitschriften oder Broschüren, die lediglich geheftet werden, kann es der Festigkeit des Umschlags wegen vorteilhaft sein, den Faserlauf quer zum Falzbruch zu wählen. Die einfachste Methode zur Prüfung der Laufrichtung eines Pa-pierbogens ist die Nagelprobe.

Laserdrucker
Dieser weitverbreitete Druckertyp arbeitet mit einer sich drehenden Trommel, deren Oberfläche bei Lichteinfall leitfähig wird. Diese Trommeloberfläche wird zunächst elektrisch aufgeladen, ein Laser-Lichtstrahl schreibt über ein rotierendes Spiegelrad die Druckinformation zeilenweise auf die Trommel. Dort, wo Licht auf die Trommeloberfläche trifft, wird sie entladen. Anschliessend aufgebrachtes Farbpulver haftet dadurch nur an den unbeleuchteten Stellen. Auf Papier übertragen und durch Wärme fixiert, erzeugt es das gewünschte Druckbild.

Laminieren
auch Glanzfolienkaschierung oder Cellofanieren; Kaschieren einer Glanzfolie auf Drucksachen zur Erreichung eines Hochglanzes und gleichzeitig als mechanischer Schutz des Druckgutes. Das Kaschiermaterial besteht nicht aus "Cellofan", sondern aus PVC-, Acetatfolie oder anderen Kunststoffen.

Lackieren
Aufbringen einer farblosen, glänzend oder matt trocknenden Lackschicht als letzte Druckphase, entweder als Drucklack durch die Druckmaschine oder als Dispersionslack auf wässriger Basis durch ein eigenes Drucklackwerk; Lackieren verbessert das Aussehen eines Druckprodukts und erhöht die Leuchtkraft der Farben bei mattem Papier, die Abriebfestigkeit sowie die Lichtechtheit der Druckfarben.

Offsetdruck
(von engl. offset = absetzen) "absetzen" deshalb, weil der Druck erst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier oder einen anderen Bedruckstoff abgesetzt wird; im Gegensatz zum Steindruck ist der Offsetdruck also ein indirektes Druckverfahren. Die Zeichnung auf der Druckplatte muss seitenrichtig sein. Das Drucken über ein Gummituch bringt den Vorteil des besseren Flächendrucks, sodass im Gegensatz zu anderen Druckverfahren auch auf rauhen Papieren hervorragende Druckergebnisse erzielt werden. Der Offsetdruck unterscheidet je nach Auflage und Verwednungszweck des Druckproduktes in der Arbeitsweise Bogenoffset und Rollenoffset. Während beim Bogenoffset geschnittene Bogen bedruckt werden, wird im Rollenoffset auf eine Papierbahn gedruckt, die von Rollen abgewickelt wird. Die Druckformherstellung für den Offsetdruck, also das Anfertigen einer Druckplatte, besteht aus den Arbeitsgängen Ganzseitenmontage, Plattenkopie bzw. -belichtung und Enwtwickeln. Heute sind eben der händischen Ganzsseitenmontage rationelle "Computer to Film" und "Computer to Plate"- Systeme im Einsatz. Dabei werden die Einzelseiten ausschussrichtig gerippt und entweder auf Film oder direkt auf eine Druckplatte belichtet.

Proof
engl. Nachweis; ist ein Einzeldruck einer Vorlage oder einer gestalteten Seite als verbindliche Kontroll-möglichkeit (Seitenstand und Farbe) für den nachfolgenden Druck. In analogen Proof-Verfahren (Cromalin, Dry-Match, Press-Match etc.) wird das Proof von fertig belichteten Filmen erstellt; es stimmt weitgehend mit dem späteren Druckergebnis überein. Beim digitalen Proof wird die im Rechner erstellte Seite auf einen Farbdrucker ausgegeben. Das Digitalproof ist ein direkt aus dem Datenbestand erstellter Prüfausdruck für unterschiedliche Zwecke: Festlegung bzw. Überprüfung der Farbverbindlichkeit (im Rahmen des Color Management), der Druckverbindlichkeit (mit authentischer Rasterung) oder des Layouts (z.B. Anordnung der Seitenelemente oder der Nutzen auf dem Druckbogen).

Printing on Demand
engl. Drucken nach Bedarf; steht für einen Arbeitsablauf, bei dem von einem Druckerzeugnis nicht einmalig eine feste Auflage gedruckt wird, sondern auf Abruf kleinere Teilauflagen bis hinab zu wenigen Exemplaren. Möglich wird Printing on Demand durch das digitale Drucken, bei dem direkt von den Daten der Druckvorstufe ohne die Herstellung von Druckformen und das Einrichten von Druckmaschinen gedruckt werden kann.

Plakatformate
Ausgangsbasis für Formatbezeichnungen von Plakaten ist das 1/1 Bogenformat oder DIN A1. Ein 16-Bogen Plakat setzt sich also aus 16 Bogen A1 zusammen. Meistens werden Plakate aber im Überformat gedruckt, sodaß die Plakat-Bogenangaben nur ein Hinweis auf die Endgrösse des Plakates ist. 1/1 BOGEN HOCH (A1 hoch): 59,0 x 84,0 cm 1/1 BOGEN QUER (A1 quer): 84,0 x 59,0 cm

Personalisiertes Drucken
Mit personalisiertem Drucken bezeichnet man Verfahren, mit denen die einzelnen Exemplare einer Gesamtauflage zu gewissen Teilen variable Eindrucke erhalten. Personalisiertes Drucken setzt zumindest für die indiiduellen Aufdrucke ein digitales Druckverfahren voraus. Mit leistungsfähigen RIP's können in Dokumenten Bilder und Texte von Exemplar zu Exemplar variabilisiert werden, theoretisch ist eine hundertprozentige Variabilisierung eines Dokumentes möglich.

Pappe
Vom Flächengewicht stärker als Karton; grosse Festigkeit; je nach Produktionsverfahren wird zwischen Maschinenpappen und Wickelpappen unterschieden.

Papierveredelung
die unterschiedlichen Ansprüche, die heute vom Verbraucher an das Papier gestellt werden, erfordern teilweise eine Ver-edelung des Rohpapiers. Ein wichtiges Verfahren stellt das "Streichen" dar. Die offenporige, faserige Struktur des "Naturpapiers" wird dabei mit einer Streichmasse aus Pigmenten und Bindemittel abgedeckt. Im Handel werden vier verschiedene Sorten gestrichener Papiere unterschieden: pigmentiert, mittelstark gestrichen, vollständig gestrichen, Kunstdruckpapiere. Eine nachträgliche Glättung der Papier-oberfläche lässt sich durch das Sa-tinieren der Papierbahn mit Hilfe eines Kalanders erzielen. Dabei läuft das Papier durch mehrere Walzenpaare mit unterschiedlicher Oberfläche und Härte.

Papierqualität & Grammaturen
wird nach ihrem Rohstoffgehalt bezeichnet: holzfrei (Zellstoff mit weniger als zehn Prozent Holzstoff), holzhaltig (Mischung aus Zellstoff und mehr als zehn Prozent Holzstoff) und recycling (bis zu 100 Prozent Altpapieranteil). Darüber hinaus gibt es noch für besondere Zwecke eine Vielzahl an Spezialpapieren, wie z.B. Papiere mit Wasserzeichen oder der Zusatz von Baumwollfasern bei Banknotenpapieren. 0,100 mm Dicke, 1 1/4-faches Volumen = 0,125 mm Dicke. Holzhaltige Papier - maschinenglatte Papier - maschinengestrichene Papier Papiergewicht: - 25 bis 170 g/qm, z.B. einfaches Schreibpapier 70-80 g/qm; Halbkartons: 170 bis 200 g/qm, Kartons: 200 bis 500 g/qm, z.B. Umschläge, Imagemappen; Pappen: über 500 g/qm. Werbemittelgewichte: Im Planungsstadium von direct-mailings, Prospektbeilagen oder für den Versand von Katalogen spielt die rechtzeitige Papiergewichtsberechnung eine wesentliche Rolle (bedenken Sie etwa die Portogrenzen der Post, die sich nach dem Gewicht des Briefes richtet). Anhand nachstehender Tabelle können Sie jetzt schon ermitteln, welches Gewicht Ihr Druckwerk nach seiner Fertigstellung haben wird.

Pagina
Seitenziffer; als Paginierung bezeichnet man das fortlaufende Nummerieren eines Druckwerkes mit Seitenziffern.

Rillen
Gerillt wird ein Druckprodukt immer dann, wenn das Material aufgrund seiner Stärke und des Farbauftrages durch einen konventionellen Falz brechen würde (Farbabsplitterung) oder der Bedruckstoff für die Falzmaschine generell zu dick ist. Dabei wird eine Rinne in das Material gepresst, die den Falzvorgang erleichtert.

Subtraktive Farbmischung
Die in Druckverfahren angewandte Farbmischung aus den Farben Cyan, Magenta, Yellow. Da die Mischung der drei subtraktiven Farben nur ein schmutziges Braun ergibt, wird Kohle (Schwarz) als vierte Farbe zur Unterstützung beim Druckprozeß angewandt.

Snap-out-Sätze
Durchschreibeblätter für Formulare, Rechnungen usw.; die einzelnen Blätter (entweder mit Einmalkohlepapier durchschossen oder selbstdurchschreibend) werden am Kopf durch Kleben oder Heften verbunden. Das Trennen und Entfernen des Kohlepapiers ist längs einer Perforation sehr einfach und leicht auszuführen.

Siebdruck
auch Durchdruck, Serigrafie, Schablonendruck, Silk Screen, Filmdruck; die Druckfarbe wird durch ein feinmaschiges Sieb mit einer Rakel durchgedrückt, wobei die Rakel zwischen Sieb und Bedruckstoff einen Kontakt schafft. Hauptvorteil dieses Verfahrens: eine grosse Vielfalt von Druckfarben kann auf die verschiedensten Bedruckstoffe übertragen werden. Es ist gleichgültig, ob die zu bedruckenden Stoffe eben oder gebogen sind (Flaschen, Dosen, usw.). Das Verfahren ist nicht ortsgebunden, es kann auch zum Beschriften von Kisten, Schaufenstern und Verkehrsmitteln eingesetzt werden. Einige typische Spezialarbeiten: Plakate mit Leuchttafeln oder Blech oder Kunststoff, Glastafeln mit einbrennbarer Farbe, Abzieh- oder Schiebebilder für die keramische Industrie, Drucke auf Kunststoffe, Schaltbilder für die elektronische Industrie, Verkehrszeichen, Radioskalen, Lampenschirme, Kunstblätter, Aufkleber, Textil- und Tapetendruck, das Bedrucken von Möbelfurnieren.

Schmuckfarbe
Schmuckfarben sind Spezialfarben, deren Farbwerte im Spektrum der subtraktiven Farbmischung CMYK nicht enthalten sind und werden vielfach im Rahmen von Corporate Designs als Hausfarben eingesetzt wie z.B.: das typische Palmers-Grün. Das drucktechnisch exakte Erreichen dieser Farben ist bei der Auflösung bzw. Darstellung in den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz nicht möglich. Es empfiehlt sich daher immer die Beigabe eines Musterstreifens, der den jeweiligen Farbfächern entnommen werden kann. Bei der Verwendung von Schmuckfarben ist auch auf den verwendeten Bedruckstoff (glänzendes Papier, gestrichenes Papier, mattes Papier) zu achten, da sich die subjetiven Farbeindrücke von Bedruckstoff zu Bedruckstoff verändern. Die gebräuchlisten Schmuckfarben-Systeme sind HKS und Pantone. Daneben kommt auch das RAL Design-Farbsystem zum Einsatz, das mit 39 Farbarten arbeitet. RAL-Farben sind eigentlich Lackfarben, die z.B. in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Leuchtkraft und der Basis auf dem LCH-Farbraum können sie im Druckprozess im CMYK-Farbraum nur schwer oder gar nicht reproduziert werden.

Tiefdruck
Sammelbegriff für alle Druckverfahren, bei denen die druckenden Elemente gegenüber der Formoberfläche tiefgelegt sind; nach dem vollständigen Einfärben der Druckform wird die Oberfläche von der Druckfarbe befreit. Diese bleibt nur in den vertieften Stellen zurück. Beim Rakeltiefdruck wird von geätzten oder gravierten Tiefdruckzylindern gedruckt. Die Tiefdruckfarbe ist dünnflüssig und kann nach dem Einfärben der Druckform mit einem fein geschliffenen Stahlband, Rakel genannt, an den bildfreien Stellen weggerakelt werden. Der Rakeltiefdruck wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus den Kupferdruckverfahren zu einem leistungsfähigen Druckverfahren entwickelt. Seinen Einsatz findet der Tiefdruck im Verpackungs- und Etikettendruck sowie bei hochauflagigen Zeitschriftenproduktionen.

TCF
(= totally chlorine free) total chlorfrei; Zellstoffe zur Herstellung dieser Papiere werden weder mit Elementarchlor noch mit Chlorverbindungen gebleicht. Die Bleiche erfolgtein der Regel mittels Sauerstoff und Wasserstoffperoxid.

Umstülpen
den Papierbogen so umdrehen, dass nach erfolgtem Schöndruck die entgegengesetzte Papierkante des Bogens den Greifer berührt.

Umschlagen
den Papierbogen so umdrehen, dass nach erfolgtem Schöndruck die gleiche Papierkante den Greifer berührt; also das Wenden des Bogens um die Längsachse.

Vierfarben-Skalendruck
Bei diesem Druckverfahren wird aus 4 fix definierten Grundfarben (Magenta=Rot, Cyan=Blau, Yellow=Gelb, Schwarz=Schwarz) mittels unterschiedlich großer Rasterpunkte beinahe jede Farbe gemischt. Das Ergebnis ist vereinfacht ausgedruckt: bunt. Fünf und mehr Farben: In manchen Fällen, z.B. bei sehr hochwertigen Druckwerken (Kunstdruckbänden), wird es notwendig sein, mehr als "nur" einen 4-Farb-Skalendruck einzusetzten, um die Bandbreite der Farbnuancen weiter zu erhöhen. Sonderfarben: Weil man manche Farben nicht aus dem 4-Farben-Skalendruck lösen kann, muß man zusätzlich eine Sonderfarbe einsetzen. Das gilt insbesondere für Gold, Silber oder Bronze sowie Farben aus den Schmuckfarbensystemen HKS, Pantone oder RAL.

Workflow
Ein Verfahren zur computergestützten Organisation von Arbeitsabläufen, das darin besteht, Dokumente in geordneter Weise von einer Arbeitsstufe zur nächsten zu bewegen; dies kann durch Transport der Dokumente in einem Netzwerk geschehen oder dadurch, dass sie an zentraler Stelle vorgehalten werden und die einzelnen Stufen gemäss dem Arbeitsfortschritt Zugang dazu erhalten. Im Druck und in der Druckvorstufe sind zahlreiche von Herstellern und Zulieferunternehmen konzipierte Workflows in Verwendung (z.B.: Prinergy von Heidelberg/Creo oder Apoogee von Agfa), die einen durchgängigen fehlerfreien Arbeitsfluß mit einheitlichen Datenformaten gewährleisten sollen.

Wellpappe
Wurde 1871 in den USA erfunden. Wegen seiner guten Verpackungseigenschaften setzte sich das neue Material weltweit schnell durch. Hergestellt wird Wellpappe, indem eine Papierbahn, der sogenannte Wellenstoff (häufig aus Halbzellstoff), zwischen zwei Riffelwalzen hindurchgeführt und dabei mit Druck und Hitze in Wellenform gepresst wird. Dieses gewellte Papier wird danach in der gleichen Maschine ein- oder beidseitig mit einer glatten Papierbahn beklebt. Ausserdem kann man sie je nach Anforderung in mehreren Lagen ver-arbeiten. Als Rohstoffe enthält es vor allem Altpapier, Holzstoff und Zellstoff. Für beinahe jeden Einsatzzweck gibt es Materialien.

Wasserzeichen
durchscheinende Zeichen im Papier, die seine Herkunft bezeichnen oder ihm einen besonderen Charakter geben (Schutz gegen Fälschungen bei Banknoten, Schecks, Obligationen); echte Wasserzeichen werden auf der Siebpartie der Papiermaschine erzeugt, und zwar entweder durch den Egoutteur (Langsiebmaschine) oder durch Zeichen, die auf der Siebwalze der Rundsiebmaschine selbst befestigt sind. Zu ihnen zählen die Molette-Wasserzeichen. Künstliche Wasserzeichen entstehen durch nachträgliche Einprägung.

Zeitungsformate
Für das Format von Tageszeitungen haben sich verschiedene Standardgrössen herausgebildet. Die wichtigsten sind: Berliner Format - 315mm x 470mm Rheinisches Format - 350mm x 510mm Nordisches Format - 400mm x 570mm Tabloid-Format - 235mm x 320mm